Schießbude Eintracht Frankfurt: Ist Toppmöller wirklich noch der Richtige? | Was geht, Bundesliga?



Schießbude Eintracht Frankfurt: Ist Toppmöller wirklich noch der Richtige? | Was geht, Bundesliga?

Eintracht Frankfurt stellt in der Saison 2025/26 die schlechteste Defensive der Bundesliga und gibt auch in der Champions League bislang kein gutes Bild ab. Die Kritik an der Mannschaft und Trainer Dino Toppmöller wächst und nicht wenige stellen den Coach mittlerweile in Frage.

Mit SGE-Vereinslegende Sebastian Rode und kicker-Reporter Julian Franzke besprechen wir die Situation der Eintracht nach dem katastrophalen 0:6 bei RB Leipzig und dem ermutigenden 1:2 beim FC Barcelona. Klar ist: Vor Weihnachten folgen jetzt mit den Spielen gegen den FC Augsburg und beim HSV die Wochen der Wahrheit.

Der stabile Auftritt in Barcelona hat die Lage der Frankfurter etwas beruhigt – trotz Niederlage. Doch die Ansprüche sind gestiegen, der Europapokal bleibt Pflicht für die SGE. Bis zur Winterpause darf sich die Eintracht keinen Fehltritt mehr erlauben, sonst wird es auch für Trainer Dino Toppmöller ungemütlich.

Es ist weise, dass er sich von den sozialen Netzwerken fernhält. Nicht erst seit dem 0:6 in Leipzig wird in den finsteren Ecken des Internets kübelweise Hass und Häme über dem Trainer ausgeschüttet. Toppmöller als Persona non grata. Bei aller verständlichen Kritik darf man schon mal fragen: Geht’s eigentlich noch? Es ist ja nicht so, dass sich Toppmöller in Offenbach als Oberbürgermeister zur Wahl stellt.

Im Gegenteil. Der Saarländer lebt und liebt die Eintracht mit Haut und Haaren. Als sein berühmter Vater Klaus in der Saison 1993/94 die Diva vom Main trainierte, faszinierten Stars wie Anthony Yeboah, Uwe Bein und Jay-Jay Okocha den jungen Dino. 2003 stieg er als Spieler mit Frankfurt in die Bundesliga auf, die älteren Semester erinnern sich noch an Toppmöllers eminent wichtigen Doppelpack am vorletzten Spieltag in Oberhausen. Zwei Dekaden später kehrte er als Trainer zurück. Mehr Nostalgie ist im Hochglanz-Fußball der Neuzeit kaum möglich. Ein moderner Trainer mit Old-School-Vergangenheit.

Doch auch Romantik setzt die Mechanismen des Geschäfts nicht außer Kraft. Das 0:6 in Leipzig war die höchste Bundesliga-Niederlage seit fast 30 Jahren. Wettbewerbsübergreifend steht Frankfurt bereits bei 46 Gegentoren, dabei ist erst ein gutes Drittel der Saison gespielt.

Wenn so viele Gegentreffer nach ähnlichen Mustern fallen, das Spiel mit dem Ball zunehmend träge und öde aussieht, derart viele Spieler außer Form sind und die Herangehensweise gerade gegen die Top-Teams ein ums andere Mal naiv wirkt, rückt der Trainer automatisch und auch zu Recht in die Kritik. Egal, ob er Toppmöller heißt oder Alfred Tetzlaff.

Die Ansprüche sind in Frankfurt spürbar gewachsen – und auch die noblen Gehälter. 2024/25 stiegen die Personalkosten in der Eintracht Frankfurt Fußball AG um 25,4 Prozent auf 177,3 Millionen Euro. Das erhöht den Druck auf alle. Ohne Einnahmen aus dem Europapokal könnte Frankfurt die Leiter schnell wieder einige Stufen herabstürzen.

Einen Freifahrtschein für Toppmöller kann sich der Klub nicht leisten. Sollte Frankfurt die verbleibenden beiden Spiele daheim gegen Augsburg und beim HSV in den Sand setzen, würde das den schon jetzt nicht mehr ganz stabilen Trainerstuhl gefährlich wanken lassen.

Die disziplinierte Leistung beim 1:2 in Barcelona dokumentiert, dass Toppmöller die Mannschaft noch erreicht und ihr sehr wohl cleveres Defensivverhalten vermitteln kann. Die Spieler müssen sich jetzt weiter zusammenreißen und dürfen die öffentliche Kritik an ihrem Trainer nicht als Alibi ausnutzen.

► Abonniert den Kanal, damit ihr kein Video mehr verpasst!

Folgt uns auch auf unseren anderen Social Media Kanälen:
► Instagram: https://instagram.com/kicker
► Facebook: https://facebook.com/kickeronline
► Twitter: https://twitter.com/kicker_bl_li
► TikTok: https://tiktok.com/kicker

Unsere Angebote:
► kicker App für iOS und Android: https://hyperurl.co/kickerapp
► Website: https://www.kicker.de
► kicker eSport: https://esport.kicker.de

source

34 thoughts on “Schießbude Eintracht Frankfurt: Ist Toppmöller wirklich noch der Richtige? | Was geht, Bundesliga?”

  1. Wenn du jedes zweite WE im Waldstadion bist und ein aufs andere Mal keine Spielidee zu erkennen ist, dann liegt das oft nicht an den Spielern sondern am Trainer, er gibt die Denkweise, Spielweise vor. er motiviert, er geht vorne weg – bei Dino habe ich von Anfang an ein komisches Gefühl gehabt – er ist meiner Meinung nach so emotionslos, redet immer wieder das gleiche auf den PKs und hat auch keinen Input für die Mannschaft mehr. Standards, Konter etc. alles Dinge die du im Training üben musst – Fehlanzeige , stattdessen wird der Mannschaft nach dem desolaten Auftritt zu Hause gg Wolfsburg zwei!!!!!! Tage frei gegeben um dann in Leipzig kläglich zu versagen und unter zu gehen. Man sollte jetzt bis Saisonende mit ihm gehen und sich, hoffentlich auf einem Internationalen Platz, dann von ihm trennen und von Krösche gleich mit, aber das ist ein anderes Thema….

  2. Krösche hat ihm kein gutes Team zur Verfügung gestellt diese Saison- in allen Mannschaftsteilen muss nachgelegt werden das habe ich vor der Saison gesagt.
    Die Transfers waren ok aber viel zu wenig für die Breite des Kaders.

  3. Was soll Dino denn machen? Der hat wieder Top Spieler verloren und Flopps als Ersatz bekommen. Der holt aktuell noch das beste raus. Wir spielen seit Wochen ohne Stürmer. Krösche steht jetzt in der Verantwortung

  4. Mittendrin minutenlang so eine bescheuerte Auktionsseite zu bringen hätte nicht sein müssen. Schon die Überleitung – "aPr0poS PosItiiv" – war total cringe. Passt meiner Meinung nach auch schlecht zum Kicker, was soll das 🙄?

  5. Markus u Dino müssen weiter zusammenhalten. Jeder hat seine Fehler gemacht, passiert, aber wenn jetzt der eine anfängt den Finger auf den anderen zu zeigen, dann wäre das blinder Aktionismus. Lieber gemeinsam weitergehen, weiterentwickeln, weiter gut ergänzen wieder, sodass jeder weiß, was er am anderen hat, wie bisher.

  6. Topmöller wurde mit einer nicht CL reifen Mannschaft ins Rennen geschickt. Krösche verkauft eher Brown im Winter – Standardartspruch „ wenn sich ein Spieler schneller entwickelt als Eintracht Frankfurt“ – als die Mannschaft in allen drei Mannschaftsteilen adäquat zu verstärken. Wahnsinn ist es immer und sofort, also sehr gerne auch im Winter, die besten Spieler zu verkaufen und im gleichen Atemzug zusagen die SGE entwickle sich nicht schnell genug 😂😂😂

  7. Tuta hat einiges an Seppel-Qualitäten – und die fehlen nach seinem Wechsel. Das wurde und wird massiv unterschätzt.
    Für DTs Spielweise (insb. vor Neapel) haben Robin, Artur und auch Rasmus einfach nicht genug Speed. Außerdem stimmt kollektiv in dieser Hinrunde irgendetwas nicht. Vielleicht geht es bei der Eintracht insgesamt zuviel um Preisschilder und "den nächsten Schritt" bei nem Milliarden-Club.

  8. Frankfurt war jahrelang sehr gut darin, viele Abgänge durch smarte Zugänge zu kompensieren. Bei solchen Vereinen, die nicht oben in der Nahrungskette stehen und deswegen ihre Leistungsträger schnell abgeben müssen, kommt es oft irgendwann dazu, dass die Einkäufe mal fehlschlagen

  9. Bei der Eintracht hat man den Abgang von trapp total falsch eingeschätzt.
    Klar trapp hat letzte Saison in der Vorrunde teilweise schlecht Gespielt, aber in der Rückrunde wieder zur alten Form gefunden und hat oft einiges meiner Meinung nach besser darstellen lassen als sie war. Zudem fehlt er als Führungsspieler, hier hat man sich mit zetterer verschlechtert. Kau Santos muss nach seiner Verletzung erst wieder zur alten Stärke finden.
    Man muss heuer Geduld haben und klar analysieren was man spätestens im Sommer die Schwachstellen klar verbessern.

  10. Das Problem liegt vor allem bei Krösche und seiner völlig verfehlten Finanz- und Personalpolitik sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Während andere Vereine die Investitionen in ihre Frauen verstärkt investieren, will Krösche bei der Eintracht das nicht mehr. Deshalb sind unter anderem Kleinherne, Doursoun und Pawollek gegangen und nicht adäquat ersetzt. Und nun ist man auch bei den Frauen die Schießbude der Liga.

  11. Krösche konnte glänzen weil Toppmöller die (meist guten) Einkäufe auch extrem gut entwickelt hat. Diese Saison ist die Kaderplanung einfach schlecht gewesen.

    Burkhardt ist verletzungsanfällig und Wahi einfach ein Flop. Wollte man (vermutlich Krösche) aber nicht wahrhaben.

    Außerdem fehlt es im defensiven Mittelfeld.

    Und die Spielidee einer Mannschaft komplett zu verändern, während Schlüsselspieler abgegeben wurden und gleichzeitig der Kader in Tiefe und Breite nicht gut genug aufgestellt ist, führt unweigerlich zu Schwankenden Ergebnissen. Dazu hatten sie auch einfach Pech. Statistisch müssten sie weniger Tore kassieren.

    Ich sehe hier in der Winterpause Herrn Krösche klar in der Pflicht nachzurüsten.

  12. He Freunde, so geht das nicht. Vor 3 Jahren bei Oliver Glasner war ähnliche Situation. Hier hätte ich folgenden Vorschlag: Wie wäre es mal, den Herrn Sportvorstand und nebenberuflichen Autoverkäufer Markus Krösche ins Gebet zu nehmen zwecks Kader, Verkäufe etc.?

  13. Zunächst mal wurde es definitiv (von Markus Krösche!…) im Sommer schon versäumt, besonders nach dem Abgang von Tuta, einen adäquaten Ersatz mit ähnlichen Qualitäten zu verpflichten.
    Also mindestens, einen der wie dieser in der Innenverteidigung UND auf der 6 spielen kann.
    Am besten sogar 2 Spieler (also Speziallisten) für diese Positionen, von denen zumindest der im defensiven Mittelfeld schon ein „fertiger“ Spieler ist, der sofort weitergeholfen hätte.
    Tja ok, im Angriff machte Wahi‘s Sommervorbereitung ja erstmal Hoffnung dass ihm der Durchbruch doch noch gelingt.
    Das ging dann leider schief, wie wir Woche für Woche sehen 😬
    War natürlich nicht absehbar, musste aber allein aufgrund seiner hohen Ablöse versucht werden.🤷🏻‍♂️
    Und was den Trainer angeht, muss ich sagen dass ich einige seiner Personal- und Spielerwechsel-Entscheidungen, seit geraumer Zeit, nicht mehr wirklich nachvollziehen kann.
    Ich gebe ich ihm die Hauptschuld am entstandenen Torwartproblem, insbesondere was Santos anbelangt.
    Und hier muss ich konkret, dessen erstes Spiel in Gladbach ansprechen:
    Toppi versäumte es dort in der Halbzeit adäquat auf Defensive umzustellen, zumal wir ja 5:0 führten und das CL-Spiel gegen Atlético anstand.
    Die weiteren Folgen sind bekannt und für mich „DER ANFANG VOM ENDE“ gewesen= DIE SCHIESSBUDE DER LIGA UND CL war geboren !…

Comments are closed.

Scroll to Top